April 2006


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Navigationshilfe aktiviert Werbung: “Ich bin blind. Reklame zu mir.”

Navigationshilfen für Blinde sollen per RFID-Transponder in den USA personalisierte Lautsprecher-Werbespots auslösen, wenn sie an einem passend ausgestatteten Schaufenster vorbeigetragen werden.

Kranke Vorstellung: Du bist blind, und vor jedem Schaufenster plärrt dir personalisierte Werbung entgegen. Und deine Einkäufe werden registriert, um deine Daten an Dritte zu verkaufen.

Die Idee scheint sich allerdings nicht so richtig durchgesetzt zu haben. Die Website der Firma ist inzwischen offline…

Alternative Story: RFID Marketing Rolls Out in Seattle

Während das Abhören traditioneller Telefonate entweder direkten Zugriff auf einen der Teilnehmer oder Zugang zu Ausrüstung des Netzbetreibers erfordert, bietet Voice Over IP viel mehr Möglichkeiten zum Anzapfen der Verbindung. Die einzige Möglichkeit, sich davor zu schützen, ist die Verschlüsselung der Verbindung.

Why VOIP Needs Crypto

Der Chaos-Computer-Club arbeitet an einem Gerät, das RFID-Chips zerstört.

RFID-Zapper

Wozu braucht man so einen RFID-Zapper?

Wir müssen damit rechnen schon in naher Zukunft beinahe überall von RFID-Tags umgeben zu sein, die unterschiedliche Funktionen erfüllen werden. Die Vorteile und Risiken dieser Technologie und ihres Einsatzes werden bereits diskutiert. Wie auch immer, es wird Versuche geben, RFID-Tags einzusetzen, um auf eine flächendeckende Überwachung hinzuarbeiten und die Privatsphäre zu bedrohen und einzuschränken. Diese Versuche wird jeder zu spüren bekommen, ob als Konsument oder als Bürger, sogar als Ausländer, z.B. durch den neuen deutschen Reisepass, der bereits einen RFID-Tag enthält.
Um sich gegen solche Maßnahmen zu verteidigen, könnte ein kleines, einfaches und optisch relativ ansprechendes Gerät interessant sein, mit dem man die Tags in unmittelbarer Nähe für immer deaktivieren kann, zum Beispiel Tags in vor kurzem gekauften Kleidungsstücken und Büchern.

Der Kampf gegen den Terrorismus und die Bedrohung von Menschenleben wird als immer wiederkehrendes Argument für die Notwendigkeit von mehr Überwachung, mehr Datensammlung und weniger Recht auf Privatsphäre genannt. Bruce Schneier führt diese Argumentation ad absurdum, nennt aber auch die (offenen und versteckten) Bestrebungen, die Allwissenheit der Herrschenden immer mehr auszudehnen.

Why Data Mining Won’t Stop Terror
Total Information Awareness: US-amerikanisches Data Mining-Programm
EPIC Terrorism (Total) Information Awareness Page
Terrorism Information Awareness (TIA) Terminated
TIA Lives On (02/23/2006)

Wenn man abends sein Bier trinkt, möchte man eigentlich nicht mehr über Themen wie umfassende Überwachung nachdenken müssen. Eine Neuentwicklung sorgt jedoch dafür, dass auch Bars oder Nachtclubs bald nicht mehr frei davon sein werden.
Ein Kamera-Überwachungssystem mit angeschlossener übergreifender Datenbank soll streitsüchtige Gäste im Ansatz erkennen. Harmlose Personen haben selbstverständlich nichts zu befürchten.

BioBouncer Might Make Bars Safer

Der Wahn der Musikindustrie, Musikliebhaber in ihren Rechten einzuschränken, hat jetzt endgültig klinische Formen angenommen.

RIAA Bans Telling Friends About Songs

Hier ist eine Anleitung zum Selberbasteln eines Portemonnaies, das Deine RFID-Karten und Ausweise gegen unautorisiertes Lesen schützt:

How To Make A RFID Blocking Wallet

(Enthalten Euro-Scheine wirklich RFID-Chips? Müssen wir mal überprüfen!)

Ich bin nicht sicher, ob die Veröffentlichung dieses Cartoons nicht gegen irgendwelche Rechte verstößt, aber vorläufig:

df20060116.jpg (JPEG Image, 640×480 pixels):

In den USA ist es inzwischen nichts besonderes mehr, Details der Telefonverbindungen beliebiger Personen im Internet zu erwerben. Die Liste für einen Monat ist für 110 US$ zu haben.

Your phone records are for sale
Online service claims to sell call records for any phone number
EPIC West: Pretexting Isn’t Lying, According to Bestpeoplesearch.com

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